Thüringenpokal 2012 - Bogensport in Könitz

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Thüringenpokal 2012

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Könitz gewinnt Thüringenpokale / Weihe Weltcup-Dritte und für die EM nominiert
(OTZ/-BM-)

Mit einer Turnierserie ist die Freiluftsaison der Bogenschützen nun voll in Gang gekommen. Beim 35. Thüringenpokal in Jena konnte der SV Stahl Unterwellenborn die Pokale in beiden Bogenarten verteidigen. Mit dem Recurvebogen siegten bei besten äußeren Bedingungen Patrick Pfeifer, Jonas Kraßnitzer und Heinz Neumann vor Gastgeber Carl Zeiss Jena und EG Suhl. Patrick Pfeifer gewann dabei die ungewohnte Doppelrunde der U12 über 30/20m mit sehr guten 1279 Ringen, Jonas Kraßnitzer startete gleich mit Bestleistung von 1273 Ringen als U14-Sieger in die Saison. Heinz Neumann als Zweiter der Ü65 mit 1141 Ringen machte den Sieg der Recurver perfekt. Mit dem Compoundbogen setzte Joshua Urban in der U17 mit 1285 Zählern gleich eine Hausmarke, wobei die 70m mit 327 Ringen herausragten. Jens Walenta kam in der Ü45 mit 1294 Ringen als Zweiter in die Saison, während Jürgen Todtenhöfer mit 1278 Ringen in der Ü55 den Pokalsieg mit insgesamt 3857 Ringen abrundete.

Bei der Rodaer Jagd, einem mit 183 Startern besetzten 3 D-Feldturnier, schnitt Peter Fischer am besten ab. In einer Wertung über alle Altersklassen kam der Compoundschütze mit 467 Punkten auf den siebenten Rang. Frank Hauschild belegte in dem Ilmenauer Stadtteil mit 221 Langbogen-Punkten Platz 30.

Drei Schützen des SV Stahl waren für das 1. DSB-Ranglistenturnier im bayerischen Tacherting nominiert worden. Sehr gut schlug sich Sarah Storz in der Jugendklasse bei ihrer ersten Teilnahme an solch einem aufregenden Turnier. Nach einem nicht ganz leicht zu durchschauenden Modus aus Doppelrunden, Match- und Finaldurchgängen wurden jeweils Platzziffern vergeben, es gewann also der Schütze mit den wenigsten Punkten. Sarah Storz punktete vor allem am ersten Tag bei Sonnenbrand-Wetter, wurde mit 573 Ringen über 2x60m und dann acht Matchpunkten jeweils Achte im 16er-Feld der besten Jugendlichen Deutschlands. Nach dem zweiten Tag – bei 6°C und Regen - reihte sich die Schülerin des Reinhold-Gymnasiums vorerst auf dem zehnten Rang ein.

Auf Rang 6 und 7 im Feld der Compound-Damen beendeten Andrea Weihe und Bianca Pfeifer das erste Ranglistenturnier. Beiden fehlt in der noch jungen Saison etwas die Konstanz im Schießablauf. In der Matchrunde lief es für die Berlin Open-Siegerin Weihe mit Rang 2 am besten, „im letzte Part kam ich auf 89 von 90 möglichen Ringen, das war okay“. Pfeifer punktete vor allem in der ersten Quali-Runde mit 679 Ringen über 2x70m und Platz 4. Für beide ist aber noch lange nichts verloren: Hinter einer souveränen Kristina Berger (Ebersberg), die alle vier Teilwettbewerbe gewann, sind von Platz 2 bis 7 nur sieben Punkte Abstand.

Andrea Weihe war - als einzige Thüringerin - für den Weltcup in Antalya nominiert worden. Die Inkonstanz machte der 36jähringen auch in der Türkei noch zu schaffen. „Ich weiß woran es liegt, aber es dauert noch ein Weilchen. Die Umstellung von der Halle auf 50m bzw. 70m fällt mir immer wieder schwer. Bis zur EM Ende des Monats möchte ich das aber hinbekommen.“ Die Vorrunde beendete Weihe mit 673 Ringen als 37. Nach Erstrunden-Freilos scheiterte sie im Stechen nach 143:143-Remis nur durch die schlechtere Zehn an Aimee Deaves aus Australien. Die im Hintergrund laufende EM-Quali war dabei mehr als nervenaufreibend. Weihe oder die Brandenburgerin Baumgarten -  das war die Frage, wer als Dritte Dame mit nach Amsterdam fährt. In der Vorrunde zeigte sich Baumgarten besser, in den Finals Weihe. Der Trainerentscheid fiel zugunsten der erfahreneren Saalfelderin aus.

In der EM-Besetzung holte sich das deutsche Compoundbogenteam dann die Bronzemedaille. Nach Platz 4 in der Vorrunde wurde Frankreich besiegt, im Halbfinale war gegen den haushohen Favoriten USA mit 223:232 aber kein Kraut gewachsen. „Das war wie vom anderen Stern. 232 Ringe – das haben wir noch nicht mal im Training geschossen. Da hatten wir keine Chance“, relativiert Weihe.  Im Finale um Platz 3 setzte sich das deutsche Trio gegen Russland im Stechen durch – ein gutes Omen für die europäischen Titelkämpfe.

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