DM DSB Halle 2009 - Bogensport in Könitz

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DM DSB Halle 2009

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Wachsmuth bei Hallen-WM / Könitzer Damen holen DM-Gold

Wachsmuth bei Hallen-WM / Könitzer Damen holen DM-Gold


Ereignisreiche Tage liegen hinter den Bogenschützen des Landkreises. Zum einen gehörte Markus Wachsmuth (Stahl Unterwellenborn) als einer von zwei Thüringern zum elfköpfigen Aufgebot des Deutschen Schützenbundes bei der Hallenweltmeisterschaft in Rzeszow (Polen). Direkt danach fand die nationale Hallensaison mit den Deutschen Meisterschaften in Nordhausen ihren Höhepunkt und Abschluss.



Im östlichen Polen, rund 50 km von der ukrainischen Grenze entfernt, konnte Wachsmuth seine im vorigen Jahr begonnene Erfolgsstory fortschreiben. Nur denkbar knapp scheiterte der 17jährige Mellenbacher mit seinen beiden Mannschaftskameraden an einer Medaille. Im Teamwettbewerb der Junioren mit dem olympischen Recurvebogen hatte sich das Trio gegen Großbritannien und Polen für das Halbfinale qualifiziert, scheiterte dort aber gegen den späteren Weltmeister Ukraine. Im Bronzefinale gegen die favorisierten Italiener, die im Viertelfinale mit 234 Ringen Junioren-Weltrekord geschossen hatten, ging es äußerst spannend zu. Nach regulären 24 Pfeilen stand es 225:225, wobei eine "Acht" als letzter Pfeil den Sieg kostete. Das Stechen ging dann mit 28:29 an die Südeuropäer.




Im Einzelwettbewerb hatte Wachsmuth mit 567 Ringen in der Vorrunde Rang 20 belegt und sich damit sicher für die Elimination qualifiziert. Gegen den Vorrunden-13. Ignas Morkeliunas aus Litauen kam dann mit 114:116 das Aus. Wachsmuth, während der Titelkämpfe erkältet und nicht völlig fit, ärgerte sich: " Ich hatte mit einer ‚30' maximal begonnen, dann folgten in der nächsten Passe leider nur 27 Zähler. Diese Ringe fehlten mir dann am Ende." Die Finalrunden konnten per "Live Score" mit nur geringer Zeitverzögerung via Internet verfolgt werden. Nicht nur die Schützen seines Heimatvereins verfolgten den Wettbewerb vor dem Bildschirm gebannt und drückten die Daumen.      



Deutsche Compoundbogenschützen waren bei der Hallen-WM aus Kostengründen nicht am Start, obwohl insbesondere die Damen um Andrea Weihe sicher eine gute Rolle gespielt hätten. Die Könitzer Compounderinnen standen dafür aber im Mittelpunkt der Deutschen Hallenmeisterschaften in Nordhausen. Das Damenteam mit Andrea Weihe, Bianca Pfeifer und Erika Rakel gewann ein halbes Jahr nach dem Freilufttitel auch Gold über 18m. Aber es war eine knappe Geschichte. Die Betreuer Mike Schober und Steffen Pfeifer hatten den Titel nach zwei Achten in der letzten Serie schon abgehakt. Doch dann leuchtete das Endergebnis nach endlosen Minuten endlich auf: 1693 Ringe, Gold an den SV Stahl mit drei Ringen vor Buchloe.



Die Vorrunde, deren Summierung die Teamwertung ergab, beendete Andrea Weihe als Dritte mit 568 Ringen, Bianca Pfeifer (567) als Fünfte. Erika Rakel hatte als 18. mit 558 Ringen das Finale der besten 16 knapp verpasst. Das Achtelfinale überstanden Pfeifer gegen Martina Schacht (Hamburg) mit 113:109 und Weihe gegen Svenja Lührmann aus Hiltrup mit 115:109 sicher. Im Viertelfinale kam für Weihe gegen Natalia Douchenok (Freiburg) mit 112:114 das Aus, während Pfeifer fortan "das volle Programm gebucht hatte", wie die 35jährige am Ende des Turniers recht geschafft zusammenfasste. Gegen Laura Hoeft aus Wiepenkathen hieß es nach 12 Pfeilen 111:111, Dreimaliges Stechen - eine absolute Seltenheit - endete jeweils 9:9, so dass beim letzten Pfeil die Zentrumsnähe ausgemessen werden musste. Wenige Millimeter entschieden für Pfeifer. Nach der Halbfinal-Niederlage gegen die spätere Meisterin Katharina Masch (Hahnheim) mit 112:113 folgte im Finale um Platz 3 nach 113:113 Ringen gegen Douchenok erst im zweiten Stechen die Niederlage mit 9:10. "Ich habe mich über diesen vierten Platz gefreut, so weit war ich bisher noch nie gekommen", zog Pfeifer ein Resümee für die Meisterschaft.



Bei den Junioren B - ohne Finals - setzten sich die drei WM-Starter durch. Markus Wachsmuth gewann mit 569 Ringen (283/286) Bronze und damit seine erste Medaille bei einer DM. Ein weiterer Starter für den SV Stahl war Lutz Burghardt. Im erlesenen Feld von 33 Startern in der Altersklasse Compound belegte der 49jährige Berufskraftfahrer mit 567 Ringen den zehnten Rang.


Die Schülermannschaft des SV Mellenbach-Glasbach mit Sarah Dulleck, der Jenaer "Leihgabe" Paul Hein und Martin Tredup gewann mit 1609 Ringen Bronze. Sarah Dulleck schnitt mit Rang 5 bei 563 (282/281) Ringen in der Einzelwertung der Schülerinnen am besten ab. Hein wurde mit 555 Ringen Neunter, Tredup (491) kam auf Rang 56.




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