DM DSB FITA 2009 - Tacherting - Bogensport in Könitz

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DM DSB FITA 2009 - Tacherting

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Drei Medaillen bei DM nach Könitz

(OTZ/ -BM-)

Mit einem kompletten Medaillensatz kehrten die Bogenschützen des SV Stahl Unterwellenborn von den Deutschen Meisterschaften (DSB) aus Tacherting östlich von München zurück. Als Edelmetallschmiede erwies sich einmal mehr die Compoundbogen-Mannschaft der Damen, die wie schon bei der Hallenmeisterschaft erfolgreich war und ihren Freilufttitel über 2x70m aus dem Vorjahr verteidigte. Dazu kam Silber und Bronze im Einzelwettbewerb durch Erika Rakel und Andrea Weihe.

Lange gab es Rätselraten um die Besetzung des am Freitag ausgetragenen Compound-Wettkampfes, denn alle WM-Starter dieser Bogenklasse waren wegen des bereits für Samstag geplanten Abfluges zur Weltmeisterschaft schon gar nicht mehr auf der Startliste. Das betraf natürlich auch Andrea Weihe. Die Flug-Verschiebung auf Sonntag ermöglichte aber doch noch den Start und einen fairen Teamwettbewerb. Dabei zeichnete sich recht bald ein Zweikampf zwischen den Könitzerinnen und der FSG Buchloe ab. Andrea Weihe, Bianca Pfeifer und Ramona Rentsch gewannen mit neuem Deutschen Rekord von 1992 Ringen vor den Bayerinnen, die mit 1987 Zählern ebenfalls noch vier Ringe über der alten Bestmarke blieben. Das Mannschaftsergebnis setzte sich aus 675, 664 und 653 Ringen zusammen. Erika Rakel, als viertbeste Könitzerin und guter Ringzahl gar nicht in der Mannschaft, qualifizierte sich mit 630 Ringen auf Rang 27 ebenfalls noch für die Einzelfinals.

Unsere erfolgreichen Compound-Damen (v.l.n.r.)
Erika Rakel, Andrea Weihe, Bianca Pfeifer, Ramona Rentsch

Im 1/16 Finale musste nur Ramona Rentsch gegen Christina Knöbel (Villingen) nach einer 106:109-Niederlage die Segel streichen und wurde am Ende als 22. notiert. Im Achtelfinale gelang Bianca Pfeifer gegen Sabrina Jagemann (Rosenthal) nach 114:114 im Stechen mit 10:9 das Weiterkommen, Erika Rakel gegen Gabi Feiler aus Bottrop (112:104) und Andrea Weihe mit 113:104 gegen Claudia Beier (Zirndorf) zogen ebenfalls weiter. Im Viertelfinale verlor Bianca Pfeifer gegen Melanie Mikala (111:116) und wurde Sechste,  Rakel gegen Knöbel (111:108) und Weihe gegen Masch (Hahnheim) 115:112 qualifizierten sich für das Halbfinale. Dort konnten sich die Könitzerinnen dann nicht mehr ausweichen: Rakel gegen Weihe lautete eine Paarung. 111:111-Gleichstand nach 12 Pfeilen, das Stechen endete 10:8 - für Rakel! Erst im Finale wurde die 50-jährige Zollbeamtin durch Mikala mit 107:113 gestoppt. Weihe setzte sich im Bronzefinale gegen Astrid Lott (Schwerte) souverän mit 117:109 durch. Am Ende waren aber alle glücklich: Teamgold mit Rekord, alle vier Starterinnen hatten eine Medaille und Weihe bestätigte mit Deutschem Rekord von 343 Ringen in den Finals ihre Topform vor der WM.

Bei den Compound-Herren hatte sich Steffen Pfeifer mit Jahresbestleistung von 674 Ringen (333/341) auf Rang 21 für die Finals qualifiziert und entging mit dieser Platzierung in der ersten Runde den ganz großen Brocken. Mit 114:113 Ringen schaltete Pfeifer Kai Knechtel (Querum) aus, um dann im Achtelfinale genau andersherum - 113:114 gegen Markus Höck (Lindach) zu verlieren. Am Ende stand ein hervorragender 11. Platz zu Buche. Der zweite Könitzer Starter Bernd Dietzel hatte sich mit 660 Ringen und Rang 46 nicht für die Finalrunde qualifizieren können.

Eitel Sonnenschein also bei den "Compoundern", während die Recurvebogenschützen mit ihrem Abschneiden unzufrieden waren. Mit kleinen "Zipperlein" nicht sorgenfrei in der Vorbereitung, qualifizierte sich Gabi Möslein mit 533 Ringen als 28. für die Finals, wobei eine schlechtere letzte Serie eine bessere Platzierung kostete und gleich eine starke Gegnerin bescherte. 81:94 ging das 1/16-Finale gegen Uta Bormann (Wendisch-Evern) aus und bedeutete Rang 31.

Für Junior Markus Wachsmuth, seit kurzem am Sportgymnasium in Jena, kam der Jahreshöhepunkt vielleicht ein paar Wochen zu früh. Nach einer Saison mit schwankenden Leistungen hatte sich der 17-jährige zuletzt stabilisiert und war hoffnungsvoll nach Ostbayern gefahren. 609 Ringe und Rang 9 waren gut, aber nicht das, was er wirklich drauf hat.

Bei seinem ersten wirklich großen Turnier war Marvin Reißland mit 598 Ringen und Rang 53 bei den Schülern A nicht zufrieden und verfehlte sein Ziel, mit 630 Ringen unter die besten 20 zu kommen. Gerade im Schülerbereich ist die Leistungsdichte enorm und hängen die Trauben hoch. Das weiß Marvin jetzt und kann sich darauf einstellen.

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