DM DSB 2012 - Bogensport in Könitz

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DM DSB 2012

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Bianca Pfeifer mit zweimal Silber bei der DM / Viertelfinal-Duell mit Andrea Weihe
(OTZ/-BM-)

Mit zwei Medaillen und hervorragenden Platzierungen der Nachwuchsschützen kehrten die sieben für die Deutschen Meisterschaften des Schützenbundes im niedersächsischen Hohenhameln qualifizierten Bogenschützen des SV Stahl Unterwellenborn zurück. Edelmetall war der Anspruch der Compound-Damen des Vereins und Silber – wie im Vorjahr – wurde es auch. In der Besetzung Bianca Pfeifer, Andrea Weihe und Ramona Wagner war gegen die ihren eigenen Deutschen Rekord verbessernde Mannschaft aus dem bayerischen Buchloe (2015 Ringe) allerdings kein Kraut gewachsen. Die 1998 Ringe des Könitzer Trios in der Doppelrunde über 70m lagen ebenfalls noch über der alten Bestmarke. Ungefähr vier Ringe kleiner hätte der Abstand sein können, wäre Andrea Weihe nicht in der letzten Serie ein technischer Defekt passiert. Die lockere Schraube am Bogen konnte aber erst befestigt werden, nachdem sich zwei Pfeile in die 8 und 7 tief verirrt hatten.

Auf die Qualifikation für die Eliminationsrunden hatte der Defekt keinen Einfluss, sollte aber trotzdem noch Folgen haben. Mit den Plätzen 3 (Pfeifer/679), 6 (Weihe/673), 17 (Wagner/646) sowie 19 (Erika Rakel/644) war der Sprung unter die besten 32 kein Problem. Im 1/16-Finale kam das Aus für Ramona Wagner mit 0:6 Punkten gegen Tanja Kuhne (Hamburg) und für Erika Rakel gegen Sarah Sternheim (Berlin) mit 1:7; Bianca Pfeifer setzte sich gegen Ramona Höntsch (Westhausen) mit 6:0 und Andrea Weihe gegen Jennifer Jasper aus Hamburg mit 6:2 durch. Im Achtelfinale gewann Bianca Pfeifer gegen Sternheim nach Gleichstand im Stechen mit einer „10“ zu „7“, Andrea Weihe besiegte Petra Urbahn (Bocholt) glatt mit 6:0.

Ja, und dann kam die Viertelfinal-Paarung, die keiner der Könitzer wollte: Pfeifer gegen Weihe, die Freundinnen und Trainingspartner im Kampf um die Medaillen. „Ohne den Defekt wäre Andrea auf dem vierten Platz geblieben und wir wären uns frühestens im Finale begegnet. So hatten es unsere Betreuer Mike Schober und Steffen Pfeifer schon fast geahnt und gemeint, dass wir garantiert gegeneinander in’s Stechen müssen“, beschrieb Bianca Pfeifer die Situation. Und so kam es auch: Andrea Weihe führt nach 29:28, 26:28, 29:29 und 30:27 mit 5:3 Punkten, Bianca Pfeifer gleicht mit maximalen 30 Ringen zu 25 aus: Stechen. Beide schießen eine fast gleichwertige „Neun“, die Kampfrichter holen den Zirkel raus … wenige Millimeter entscheiden für Bianca Pfeifer.  Im Halbfinale besiegte sie Dorith Landesfeind (Böddiger) mit 6:2 und stand im Finale gegen die Europameisterin, Titelverteidigerin und damit natürlich Favoritin Kristina Berger aus Eberstadt. „Wir haben uns schon öfters gegenüber gestanden, es ist trotz der Anspannung ein angenehmes Schiessen mit der Kristina“, so die 38jährige Jugendbetreuerin nachdem Finale, das mit 2:6 Punkten an die Bayerin ging. Für Bianca Pfeifer blieb eine hart erkämpfte und glänzende Silbermedaille, mit der sie auch in der Kadernominierung für 2013 punkten konnte.

Nicht nur die beiden Medaillen, auch der 11. Rang von Jonas Kraßnitzer bei den Schülern A Recurve löste beim SV Stahl große Freude aus. „Bei den Schülern ist es besonders schwer, sich überhaupt erstmal zu qualifizieren“, so Trainerin Gabi Möslein. Über 40 Schüler schossen in Hohenhameln über 2x40m über 600 Ringe. Jonas kam im ersten Durchgang auf 326 Ringe, legte dann 315 Ringe nach und bestätigte seine gute Saison mit 641 Ringen zum Jahreshöhepunkt. Bei Joshua Urban trug die Trainingsarbeit von Steffen Pfeifer Früchte in Form des siebenten Platzes in der Jugendwertung Compound mit 658 (334/324) Ringen. Nach der Umstellung vom Recurve- auf den Compoundbogen vor gut einem Jahr war diese Platzierung knapp hinter den Urkundenrängen der bisher größte Erfolg. Der Wettkampf in der Jugendwertung Recurve war für Marvin Reißland das Spiegelbild einer nicht optimal verlaufenen Saison mit einigen Formschwankungen. 284 Ringen in Durchgang 1 über 60m folgten 268 Zähler und mit insgesamt 552 Ringen Rang 63. Aber auch in der Jugendklasse gilt: Bereits die Qualifikation für die DM ist schwierig.

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