DM AK DBSV - Bogensport in Könitz

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Gelungene Meisterschaften in Könitz
(OTZ/-BM-)

Das Dach über dem Aufenthaltsbereich des Könitzer Bogensportplatzes war selten so wertvoll wie am letzten Wochenende. Die Stahlkonstruktion spendete großflächig Schatten und schützte so die 120 Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften (DBSV) der Altersklassen ab 40 Jahren nebst Betreuern vor der direkten Sonneneinstrahlung. Leichte Windböen – ansonsten die „natürlichen Feinde der Bogenschützen" – sorgten für etwas Linderung bei wahrhaft tropischen Temperaturen. Ungewöhnlich oft mussten die Kampfrichter die Schützen erinnern, nach der Wertung stecken gelassene Pfeile von der Scheibe doch wieder mitzunehmen – ein ansonsten eher seltener Umstand.

Die Bogenabteilung des SV Stahl Unterwellenborn richtete die Meisterschaften für die älteren Semester des Verbandes nach 1991 und 2000 zum dritten Mal aus. „Und wir kommen gern wieder, so hat es Spaß gemacht", fasste DBSV-Präsident Hans-Peter Werlen seine Eindrücke zusammen. Damit traf er die Meinung wohl aller Starter, denn kritische Stimmen waren auch auf Nachfrage nicht zu hören. Dafür sorgten rund 30 Helfer: Nachwuchsschützen, deren Eltern und der große „harten Kern" der Abteilung mit dem Erfahrungsschatz mehrere Großturniere. „Wie oft höre ich, dass Vereine mehrere hundert Mitglieder haben, aber wenn es um Arbeit geht, sind fünf Mann da. Das ist bei uns ganz anders gewachsen", sieht Abteilungsleiter Jürgen Todtenhöfer einen der Gründe für die gelungenen Titelkämpfe. Eine große Hilfe war die Unterstützung durch die Gemeinde Unterwellenborn bei der Herrichtung des Platzes und das Interesse mehrere Sponsoren, das auf den schmucken neuen Trikots der Gastgeber und den Werbebannern am Platz deutlich zu erkennen war. Bogensport – in Könitz keine Randsportart.

3. Platz in der Mannschaftswertung Recurve
für Anke Meckel, Joachim Wagner und Heinz Neumann

Bei der sportlichen Ausbeute für die Gastgeber stand die Bronzemedaille des Recurveteams mit Anke Meckel, Joachim Wagner und Heinz Neumann hinter Opladen und Leipzig an erster Stelle. Die Auswirkungen ihres Fußbruches konnte Anke Meckel nicht ganz kompensieren – konditionell und in der noch fehlenden Standsicherheit als Grundlage für das sensible Schusssystem. So blieb sie auf jeder der vier Entfernung des zweitägigen Turniers in der Ü40 ein paar Ringe unter der sonstigen Leistungsstärke, an dessen Ende dennoch 1178 Ringe und Rang 4 standen. In der Ü55 erreichte Joachim Wagner sein Ziel „1100 Ringe" und belegte mit 1101 Ringen Platz 11. Den Sprung aufs Treppchen schaffte Heinz Neumann mit Jahresbestleistung von 1155 Ringen und dem sechsten Platz in der Ü65.

Die Medaillenträume der Compoundmannschaft platzten bereits am ersten Tag mit dem Bogensehnenriss von Jürgen Todtenhöfer über 60m. Ein Materialdefekt, der nicht in der vorgeschriebenen Karenzzeit zu beheben war und rund 120 Ringe kostete. So standen für den Abteilungsleiter in der Ü55 am Ende 1099 Ringe zu Buche. Der Saisonbestwert von 1326 Ringen hingegen führte Peter Fischer  - ansonsten mehr als Feldbogenschütze erfolgreich - in derselben Klasse auf Rang 5. In der Ü45 kam Jens Walenta mit 1249 Zählern auf Platz 16 und das Team insgesamt auf Rang 5.

Die Meisterschaft zeigte aber auch, welch wichtiger Wirtschaftsfaktor der Sport für die Tourismus- und Hotelbranche ist. Zimmer in der Nähe von Könitz waren schon im Mai nicht mehr zu bekommen. Die meisten Teilnehmer reisten – oft mit Ehegatte - bereits am Freitag an, manche blieben eine ganze Woche im Landkreis und fragten, was man sich hier denn so anschauen könne.

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