Deutsche Hallenmeisterschaft 2010 DSB - Bogensport in Könitz

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Deutsche Hallenmeisterschaft 2010 DSB

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Zwei Medaillen für die Ausrichter am 1.Tag
(OTZ/-BM-)

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Bad Blankenburg verteidigte das Compoundbogenteam vom Ausrichter Stahl Unterwellenborn mit Bianca Pfeifer, Andrea Weihe und Ramona Wagner nicht nur seinen Mannschaftstitel, sondern verbesserte dabei mit 1711 Ringen auch den Deutschen Rekord um fünf Ringe. Obwohl die von Anfang an führenden Unterwellenbornerinnen vor der letzten Serie sieben Ringe Vorsprung vor Buchloe hatten, wurde es noch einmal knapp. Die Bayerinnen schossen mit den letzten Pfeilen optimal und belegten mit 1710 Ringen den zweiten Platz. Rang 3 ging an BBC Bocholt (1677).

In der Einzelwertung gewann Andrea Weihe gegen Laura Hoeft (Wiepenkathen) im zweiten Stechen nach 114:114 Ringen mit 10:9 die Bronzemedaille. Noch knapper ging es im Halbfinale zu, wo Weihe erst im dritten Stechen nach Ausmessen der Entfernung beider Neunen zur Mitte gegen Patrizia Sauter (Buchloe) den Kürzeren zog. "Es ist schon etwas anderes, vor einheimischem Publikum zu schießen", meinte die sichtlich geschaffte 34jährige WM-Teilnehmerin nach dem Turnier. Bianca Pfeifer, die die Vorrunde mit neuer persönlicher Bestleistung von 581 Ringen gewonnen hatte, schied im Viertelfinale gegen Martina Schacht (FBC Hamburg) mit 112:115 aus und wurde Sechste. Das Finale entschied Sauter gegen Schacht nach 114:114 auch erst im zweiten Stechen mit 10:9 für sich.

Bei den Herren Compound verpasste Bernd Dietzel (Unterwellenborn) das Finale der besten 16 mit 569 Ringen nur um vier Zähler. Meister wurde Julian Scriba (Mauloff) mit 119:115 gegen Robert Hesse (Hamm).

Mit spannendem und hochklassigem Bogensport vor gut besuchten Tribünen wurden die Titel in den Hauptklassen mit dem olympischen Recurvebogen vergeben. Und wie so oft waren nach dem Finalschiessen im k.o.-Modus die Vorrundensieger am Ende nicht auf dem obersten Treppchen. In der Schützenklasse gewann Christian Weiss (Ehingen) das Finale gegen Dirk Tuchscherer (Köln) mit 117:115 Ringen. Platz 3 ging an Jürgen Seibold (Neumarkt) nach 118:118 und 10:9-Stechen gegen Vorrundensieger Sebastian Rohrberg (Dauelsen).

Daniel Hartmann (Guts-Muths Jena) hatte sich mit 576 Ringen auf Platz 6 für die Finals qualifiziert. Im Achtelfinale gewann der 22jährige gegen Dieter Dehnert (Kassel) 113:110, verlor dann aber 111:113 gegen Seibold und wurde Achter. Der B-Kaderschütze sah sein Ausscheiden aber nicht allzu tragisch: "Mein Fokus lag bereits mehr auf der Freiluftsaison. Wir hatten gerade tagelang 70m trainiert und dann die Qualifikation für den Weltcup im Mai geschossen. Da bin ich dann dabei." Bei den Damen setzte sich die Berlinerin Elena Richter mit 114:110 gegen Deborah Weingärtner (Ittersbach) durch, Bronze sicherte sich die Vorrundenerste Lisa Unruh (Berlin) mit 117:113 gegen Dr. Ute von Schilling (Gerdau). Schrecksekunde für Titelverteidigerin Susi Poßner: Der jungen Berlinerin zersprang im Viertelfinale ein Wurfarm, sie verletzte sich leicht und schied aus. In der Damenaltersklasse ohne Finalrunden belegte Gabi Möslein (Unterwellenborn) mit 532 Ringen den 12. Rang.    

In den Nachwuchsklassen gewannen die Thüringer Bogenschützen drei Bronzemedaillen. Die Jugendmannschaft von Guts-Muths Jena mit Maximilian Weckmüller, Erik Rohrbach und Alexandra Scheiding holten mit 1613 Ringen den dritten Platz knapp hinter Freiburg und BB Berlin (beide 1616). In der Einzelwertung wurde Weckmüller mit 546 Ringen Elfter, Rohrbach 17. (538) und Scheiding Achte (529). Bronze gewann Markus Wachsmuth (Unterwellenborn) mit 568 Ringen bei den Junioren, der Titel ging hier mit 582 Ringe an Camilo Mayr (Welzheim). Beide werden auch die deutschen Farben bei der Hallen-EM der Junioren in Porec vertreten. Markus Dietzel (Unterwellenborn) wurde mit 557 Ringen Achter. Da fehlte den Ausrichtern leider der dritte Starter für ein starkes Team.

Am Abschlusstag gab es noch einmal Bronze für die Unterwellenborner Schülermannschaft. Marvin Reißland, Marie-Luise Gruner und Sarah Storz erzielten zusammen 1580 Ringe und reihten sich hinter BB Berlin (1625) und Östringen (1598) ein. Reißland wurde in einer heiß umkämpften Schülerwertung mit 559 Ringen Achter. Gruner arbeitete sich bei den Mädchen nach nervösem Beginn mit 526 Ringen noch auf Platz 6 vor, Storz wurde 15. (495).


DSB-Bogenreferent Klaus Lindau zeigte sich angetan von der guten Organisation und "vergibt gerne wieder eine Deutsche Meisterschaft nach Bad Blankenburg." In punkto Ausrichtung von Großveranstaltungen - 2009 war die DM in Nordhausen - ist Thüringen also durchaus schon "im Mekka des Bogenschießens" anzusiedeln, wie es der Präsident des Thüringer Schützenbundes Frank Eisenberg formulierte.


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