8.Könitzer Rasselbock - Bogensport in Könitz

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8.Könitzer Rasselbock

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8. Könitzer Rasselbockturnier ist Geschichte
-BM-

Die Kassiererin im Supermarkt wurde ganz blass: "Haben sie unsere Kühltruhe leergeräumt?" 13 kg Gehacktes, 220 Bratwürste, 150 Steaks… das war nur der Anfang des Großeinkaufs für das 16. Rasselbock-Feldbogenturnier des SV Stahl Unterwellenborn im Buchholz bei Könitz. Nein, alles war vorbestellt, denn die Bogensparte des Vereins konnte wiederum mit einer Rekordteilnehmerzahl kalkulieren. 180 Starter begaben sich auf den Parcours mit 32 dreidimensionalen Tiernachbildungen aus Schaumstoff. Die bisher höchste Teilnehmerzahl aus dem Vorjahr wurde damit noch einmal getoppt: "200 Starter würden wir verkraften, aber dann ist das Ende der Fahnenstange langsam erreicht", waren sich die Parcoursbauer Peter Fischer und Steffen Pfeifer einig. Die lange Diskussion im Verein, den Wettkampf am Feiertag oder doch wieder Sonntag auszutragen, löste sich in Zufriedenheit auf.

Die Bogenjäger, die vor allem aus Thüringen, Franken, Sachsen und Sachsen-Anhalt  angereist waren, äußerten sich voll des Lobes über den rund 4 km langen, in drei Schleifen angelegten Kurs. Dahinter steckte wochenlange Vorbereitung und so mancher Urlaubstag. Für den Forstarbeiter und erfahrenen Jagdschützen Fischer ist es ein "Muss", dass die Ziele jagdlich anmuten und sich natürlich in das Gelände einfügen. Das Schiessen auf 3-D-Nachbildungen boomt vor allem bei den Bogenschützen ohne Visier. So waren allein 48 Langbogen- und 63 Jagdbogenschützen am Start. Geschossen wird dabei nach der sogenannten skandinavischen Wertung: Drei Pfeile sind pro Stand möglich, mit dem ersten treffenden Pfeil ist aber das Schießen beendet. Trifft erst der zweite oder dritte Pfeil, gibt es weniger Punkte. Die Entfernungen zum Ziel sind für Bogenarten und -klassen verschieden, es gibt einen weißen, blauen und roten Pflock. Nach dem Aufbau des Kurses schoss Fischer den gesamten Parcours auf Probe und veränderte noch diesen und jenen Abschusspflock.


"Wir wollten einen Kompromiss zwischen einem anspruchsvollen Parcours und der dabei notwendigen Sicherheit finden", verabschiedete Kampfrichter Carsten Kühn die Teilnehmer in den sechsstündigen Wettkampf. Knifflige Ziele, deren Entfernung durchweg unbekannt war, gab es einige. So war z.B. die Entfernung zum Bären am Stand 8 über eine lange Senke zu schätzen, wodurch Anhaltspunkte für das Auge fehlten. Oder ein Hirsch stand auf freiem Feld und war aus dem dunklen Wald heraus zu treffen. Dabei verschätzten sich die Schützen ebenfalls oft, zumal hier ein heftiger Wind das Zielen erschwerte. Eine selbst gebaute Scheibe boten die Könitzer Ausrichter ebenfalls wieder an, diesmal ein Spinnennest. Die Formen dazu waren Eigenbau, die Schaummischung blieb geheim.

Das Los des Ausrichters: Jede helfende Hand wird gebraucht, entsprechend wenige Vereinsmitglieder konnten starten. Toni Möbius, der beste Nachwuchs-Bogenjäger des SV Stahl, konnte aber mitmachen und belegte in der U14 mit 330 Punkten den vierten Platz in der Jagdbogenklasse.

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