2010 bis 2012 - Bogensport in Könitz

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2010 bis 2012

Unsere Chronik

Die Jahre 2010 bis "2012"

Im Jahr 2010 richtete der SV Stahl in Bad Blankenburg mit viel Aufwand zum dritten Mal die dreitägigen Deutschen Hallenmeisterschaften aus. Das Compoundbogenteam mit Bianca Pfeifer, Andrea Weihe und Ramona Wagner verteidigte nicht nur seinen Mannschaftstitel, sondern verbesserte mit 1711 Ringen auch den Deutschen Rekord um fünf Ringe. In der Einzelwertung gewann Andrea Weihe im zweiten Stechen die Bronzemedaille wie auch Markus Wachsmuth mit 568 Ringen bei den Junioren. Am Abschlusstag gab es noch einmal Bronze für die Könitzer Schülermannschaft mit Marvin Reißland, Marie-Luise Gruner und Sarah Storz.

Die Hallen-Junioren-EM in Porec erlebte Markus Wachsmuth als einziger Thüringer Teilnehmer und belegte den 24. Rang.


Die von Gabi Möslein trainierte Mannschaft des Erasmus-Reinhold-Gymnasiums in Saalfeld mit SV-Stahl-Schützen Jonas Kraßnitzer, Julian Rößler und Sarah Storz qualifizierte sich für das Finale des bundesweiten Schulvergleichswettkampfes im hessischen Korbach und holte einen viel umjubelten dritten Platz hinter den beiden Sport-Spezialschulen aus Berlin und Jena.


Bei der Freiluft-EM in Rovereto (Italien) stand Andrea Weihe im Bronzefinale gegen die amtierende Weltmeisterin Albina Loginowa (Russland). Weihe konnte nach 26:28 Ringen im ersten Satz mit 30:27 ausgleichen, verlor dann aber zweimal 27:28 und 28:29, so dass die Profi-Bogenschützin aus Russland mit 6:2 die Oberhand behielt. Trotz Platz 4 überwog bei Andrea die Freude, denn „es ist nach einem dritten Platz beim Weltcup im Vorjahr mein größter internationaler Erfolg.“ Von Bürgermeister Matthias Graul wurde die in Saalfeld wohnende Andrea zur Eröffnung des Gemeindepokals mit der Sportmedaille der Stadt und dem Eintrag in das Goldene Buch geehrt. Beim Sternturnier selbst überbot Andrea Weihe ihren eigenen Deutschen Rekord in der FITA-Runde um zwei Ringe und gewann mit 1389 Ringen vor der Bestleistung schießenden Bianca Pfeifer (1378) und Ramona Wagner (1342). 4109 Ringe als Team, das hatte bisher nur die Nationalmannschaft geschossen. Könitz ist  - ohne Übertreibung – derzeit der leistungsstärkste Verein im Compoundbogenschiessen der Damen.

Bei der DM in Burg auf Fehmarn blieb die vielfach befürchtete Wetterlotterie aus. Für die Compound-Damen wurde es an der Ostsee die Silbermedaille, ebenso für Andrea in der Einzelwertung.  

Mit „Leinöl und Quark“ statt Pfeil und Bogen beging die Bogensportabteilung ihr 50jähriges Vereinsjubiläum auf einer Wochenendfahrt nach Lübbenau. Bei herrlichstem Spätsommerwetter verbrachten 40 Mitreisende zwei abwechslungsreiche Tage im Spreewald. Paddeltour oder Kahnfahrt, Kletterwald, Besuch einer Leinöl-Mühle und des Kornspeichers in Straupitz, ein Abendessen im Spreewaldbahnhof in Burg, der Besuch des Freilichtmuseums in Lehde, eine Radtour via Leipe-Straupitz-Alt Zauche und auf dem Nach Hause-Weg noch die weltgrößte Abraumförderbrücke F60 bei Finsterwalde waren ein tolles Programm. Über dieses Jubiläum wird heute noch gern erzählt.

Seit Jahrzehnten sind Mitglieder des Könitzer Vereins aber nicht nur am Bogen aktiv, sondern arbeiten auch als Funktionäre in verschiedenen Gremien mit. So ist z.B. Jürgen Todtenhöfer Bogenreferent im Thüringer Schützenbund, Gabi Möslein arbeitet im Trainerrat mit oder Carsten Kühn ist als nationaler Kampfrichter tätig. Der „ruhende Pol“ in der Vereinsführung ist Bianca Pfeifer, die mit hohem Zeitaufwand, Kompetenz und frischen Ideen das Vereinsleben organisiert. Dazu gehört neben den zeitintensiven Wettkampfvorbereitungen auch die vom Aufwand her oft unterschätze Mitgliederverwaltung und Informationsverteilung. Dabei vergisst sie nicht, die Eltern der Nachwuchsschützen in die Aktivitäten mit einzubinden.

Das 9. Rasselbock-Turnier sah 192 Starter am Start des mittlerweile auf drei Schleifen erweiterten Parcours. Eine Besonderheit war die hydraulisch betrieben Drehscheibe am Stand 13. „Auch 220 Starter würden wir noch verkraften, aber dann wäre die Kapazität des Kurses, der Aufenthaltsräume und Parkplätze wirklich erschöpft“, konstatierten die Verantwortlichen Steffen Pfeifer und Peter Fischer. Bild 32









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2010 – Aufbau für das 3-D-Turnier

Auch im Jahr 2011 und dem vorläufigen Ende der Chronik war die Bogensportabteilung des SV Stahl Unterwellenborn als verlässlicher Veranstalter von Turnieren wieder stark nachgefragt. Die Könitzer richteten im FITA-Bereich die Landesmeisterschaften sowohl Halle als auch Freiluft beider Bogensport anbietenden Verbände aus, dazu die freien Turniere Gemeindepokal und im Herbst das Rasselbock-Turnier. Da stößt die Abteilung an ihre Grenzen und TSB-Landesreferent Jürgen Todtenhöfer wird darauf drängen, dass die Arbeit in Thüringen besser auf mehrere Schultern verteilt wird. Bild 33




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2011 - Gemeindepokal

Andrea Weihe und Bianca Pfeifer waren als einzige Thüringerinnen für die WM-Qualifikation des Deutschen Schützenbundes in Kienbaum nominiert worden. Weihe qualifizierte sich als Siegerin des Turniers und gehörte damit zum 12köpfigen deutschen Aufgebot für die Titelkämpfe in Turin. Pfeifer belegte bei ihrer ersten WM-Qualifikation Rang 6. Im Olympiaort von 2006 schnitt Andrea in der Qualifikation mit 682 Ringen auf Rang 22 als beste Deutsche ab, schied dann aber in der zweiten Runde der Elimination aus.

Wohl selten hatte eine Silbermedaille so gestrahlt wie die der Compound-Damen bei den DM in Feucht. Nur einen Tag vor ihrer Hochzeit schoss Ramona Wagner noch die Titelkämpfe mit und sicherte damit der Mannschaft die Silbermedaille. Eine Entscheidung, die ihr wahrlich nicht leicht fiel, aber auch für den tollen Teamgeist der Damen sprach. Da war es wirklich egal, dass Ramona verständlicherweise nicht ihr 100%iges Leistungsvermögen abrufen konnte. In der Einzelwertung holte sich Andrea Weihe die Bronzemedaille. Bei den Herren Compound war die Freude der Stahl-Schützen schon groß gewesen, sich als Team für die DM überhaupt qualifiziert zu haben. Jens Walenta, Bernd Dietzel und Steffen Pfeifer belegten einen hervorragenden siebenten Rang. Zu verdanken war diese Platzierung vor allem der Ringzahl von Walenta, der mit Bestleistung von 675 Ringen in der Altersklasse der Herren Achter wurde.

Beim topbesetzten Internationalen Hallenturnier „Berlin Open“ sichert sich Andrea Weihe zum Jahresausklang mit einem 6:5-Finalsieg gegen Jelena Babinina (Litauen) den ersten Platz.


Die nächste Seite der Chronik lässt nicht lange auf sich warten: Im August 2012 ist der SV Stahl Ausrichter der Deutschen Meisterschaften des DBSV für die Altersklassen ab 40 Jahren.



Bernhard Möslein   


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