2000 bis 2009 - Bogensport in Könitz

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2000 bis 2009

Unsere Chronik

Die Jahre 2000 bis 2009

Nach der Jahrtausendwende stand für den BSV das erste selbst ausgerichtete Hallenturnier in der Gorndorfer Dreifelder-Halle auf dem Plan. Ende Februar als Vorbereitung für die DM gedacht, lockte die Erstauflage 90 Schützen an. Der BSV verband über mehrere Jahre den Gemeindepokal – im Jahr 2000 nun schon Nr. 19 – mit einem Viererturnier der DBSV-Bundesliga.

Für das 40. Jubiläumsjahr hatte sich Könitz mit Erfolg für die DBSV-Meisterschaft der Altersklassen ab 40 Jahren beworben. Jürgen Todtenhöfer: „Das ist die dankbarste Meisterschaft, denn diese Jahrgänge wissen die ehrenamtliche Arbeit für den Sport zu schätzen.“ Dank der regionalen Unterstützung für diese DM konnte allen Teilnehmern Erinnerungsgeschenke und den Siegern und Platzierten ansprechende Sachgeschenke überreicht werden. (Bild 21)

Bild 21
2000 – Die Bogensportanlage zur DM der Altersklassen ab 40 Jahre

Das es sportlich für die Gastgeber nicht lief und ein grippegeschwächter Heinz Neumann nur auf Rang 24 einkam, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Mit Silber bei der Jugend-DM in Schefflenz, mehr aber noch mit der erreichten Ringzahl von 1320 überzeugte Nadine Kelm in der U14. Mit 1325 Ringen erreichte Andrea Weihe den ersten roten FITA-Stern des Vereins. Bei der DBSV-DM in Ettenbeuren wiederholte sie ihren Erfolg vom Vorjahr, Anke Meckel (1220) belegte den Silberrang.

2001 folgte das erste WM-Qualifikationsturnier für Andrea. Nur ein Ring bzw. Wertungspunkt fehlte beim Turnier in Kassel für die Teilnahme an der Hallen-WM. Andrea danach im Interview: „Direkt nach dem Wettkampf schmerzte die Niederlage. Mit ein paar Stunden Abstand sage ich mir: Du hast zum ersten Mal an solch einer Qualifikation teilgenommen, dafür lief es eigentlich recht ordentlich und Du kannst zufrieden sein. Ich musste aber auch feststellen, dass bei solch einem Turnier untereinander mit ganz harten Bandagen gekämpft wird. Damit muss man erst einmal fertig werden. Aber jetzt freue ich mich auf die Heim-DM vor der Haustür in Bad Blankenburg.“

Der BSV war, der nationalen Entwicklung und den Entwicklungsmöglichkeiten für seine Schützen Rechnung tragend, auch im DSB Mitglied geworden.

Könitz als Ausrichter Deutscher Hallenmeisterschaften

Die Austragung dieser „Deutschen“ des Schützenbundes in der Halle mit 560 Teilnehmern war bisher zwischen München und Dortmund gependelt und wurde erstmalig in die neuen Länder vergeben. Die Meisterschaft forderte in der Vorbereitung und dann über drei volle Wettkampftage aber auch die ganze Kraft der Vereinsmitglieder und „war die größte Herausforderung seit dem Internationalen Turnier 1988“, so Jürgen Todtenhöfer. Es gab viel zu bedenken. Die damals angebrachten Schwerlasthaken für die Pfeilfangnetze tun heute noch ihren Dienst. Ca. 40 Sportfreunde waren für die Betreuung der Scheibenanlage und die Verpflegung permanent im Einsatz. Sportlich stand das Achtelfinale für Andrea auf der Habenseite. Der Imagegewinn für den Verein, aber auch für die Sportart bei LSB und Sportschule war beträchtlich. Nicht umsonst wurde die gleiche DM 2006 und 2010  nochmals in der GutsMuths-Halle ausgerichtet.

Das Jahr 2001 brachte aber auch einen Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte. Das 1988 in Eigenregie errichtete Sportlerheim wurde von der Gemeinde Könitz, die dringend Platz für eine Seniorengruppe benötigte, in die Trägerschaft des AWO-Kreisverbandes übergeben und in ein „Haus der Vereine“ umgewandelt. Der damals zwischen Könitz und der BSG Stahl Maxhütte geschlossene Dauernutzungsvertrag wurde als wertlos angesehen, Vermittlungsversuche u.a. durch den LSB gingen ins Leere. Weniger der Fakt an sich als die Vorgehensweise bei der Räumung und die Art und Weise, wie damals mit den Werten des Vereins umgesprungen wurde, beschäftigte die Bogenschützen weit über das Jahr 2001 hinaus.

Der 20. Gemeindepokal atmete durch dänische Nationalkaderschützen internationales Flair, der BSV Könitz gewann durch Andrea Weihe, Anke Meckel und Gabi Möslein den Mannschaftspokal und holte sich vier FITA-Sterne. Der BSV stieg durch nur einen fehlenden Einzelsieg auf Platz 13 aus der DBSV-Bundesliga ab.
 
Andrea Weihe etablierte sich durch vordere Platzierungen bei den Ranglistenturnieren des DSB im Compound-Nationalkader, belegte bei der WM-Qualifikation für die FITA im Freien in Welzheim allerdings wieder nur den undankbaren vierten Rang.

Die 15jährige Gymnasiastin Nadine Kelm wurde bei den DSB-Meisterschaften in Kassel Vizemeisterin in der Jugendklasse und dafür am Jahresende mit einer Individualförderung der Thüringer Sporthilfe geehrt. In Krefeld sicherte sich Ramona Wagner den DBSV-Titel in der U20. Andrea Weihe, beim DSB-Championat auf Rang 8, holte bei den DBSV-Wettbewerben in Schwedt/O. Titel Nr. 3 in Serie. Warum war Andrea eigentlich vom Recurve- auf den Compoundbogen umgestiegen? „Anfangs aus Zeitgründen, weil es mit dem Compound etwas leichter ist, die Scheibe sicher zu treffen. Aber jeder Ring Leistungssteigerung ist dann genauso hart erkämpft wie mit dem Recurve.“

Die Feldbogenschützen um Harald Krause, Andreas Malfertheiner und Frank Hauschild starteten als Jahresabschluss bei der 3-D-Europameisterschaft des Verbandes EAA in Slowenien.

2002 wurde das Saalfelder Hallenturnier zum dritten und letzten Mal in der Gorndorfer Halle ausgetragen. In den Folgejahren wechselte der Verein mit allen Hallenturnieren an die Sportschule in Bad Blankenburg.

Bei der Hallen-DM In Krefeld belegte die Jugendliche Romy Greiling Rang 8, Andrea Weihe blieb im Viertelfinale „hängen“. Das Hauptaugenmerk lag bei ihr aber auf der Freiluftsaison. Dort gewann Sie erstmalig ein Ranglistenturnier und kam bei ihrem ersten Nationalmannschaftseinsatz im kroatischen Porec auf einen sensationellen fünften Rang. Die Mannschaft schoss mit 1986 Ringen in der Vorrunde über 2x70m sogar Weltrekord. Und trotzdem verfehlte sie das Ziel Europameisterschaft: Wieder nur Rang 4 beim Ausscheidungsschiessen in Gelsenkirchen. Mit toller Finalleistung bei der 2. Rangliste in Ismaning sicherte sie sich aber die Zugehörigkeit zum Nationalkader für das WM-Jahr. Das Turnierjahr endete für Andrea mit dem DBSV-Titel in Luckau.
   
Besonders intensiv liefen in jenem Jahr die Vorbereitungen für das 3-D-Turnier im Herbst, das in „Rasselbockturnier“ umgetauft wurde. „Das in weitem Umkreis einzige 3-D-Turnier mit 28 Zielen musste einfach einen richtigen Namen bekommen“, so Jürgen Todtenhöfer. Zur Namensweihe sollte alles pikobello sein: Pflöcke und Scheibennummern wurden neu gebaut, der Verpflegungspunkt sollte wetterfest überdacht werden. Im Vorfeld starteten die Könitzer Bogenjäger bei der EAA-EM in Sopron (Ungarn).

Freudige Nachricht zum Jahresende: Am Freitag, dem 13. wurde die neugestaltete Schul- und Vereinsturnhalle nach umfangreicher Sanierung übergeben, wodurch sich auch die Bedingungen beim Wintertraining für den BSV deutlich verbesserten.


Endlich wieder eine WM-Teilnehmerin

In der Hallensaison des WM-Jahr 2003 erhielt Andrea Weihe für ihre Ringzahlen weit über 570 einige Sonderpreise, so beim Möhrenkönigsturnier in Heiligenstadt und beim BSV-Hallenturnier in der Fröbelhalle Bad Blankenburg. Bei der DBSV-DM in Döbeln holte sich Stephanie Obenauf den Titel in der U17.

Beim Gemeindepokal – Auflage Nr. 22 – nahmen 100 Starter teil und freuten sich über die von Gabi Möslein und Bianca Pfeifer kreierten „Frechen Elstern“ als Preis. Für den 3-D-Bogensport gab es nun auch eine Thüringer Landesmeisterschaft, in Suhl-Wichtshausen gewann der BSV durch Gabi Möslein, Harald Krause (Sportarmbrust) und Peter Fischer (Compound) dreimal Silber.

Bei Grand Prix-Turnieren in Evry (Frankreich) und Antalya schoss sich Andrea Weihe für die WM in New York ein, stellte mit Rang 6 beim Finale in der Türkei ihre gute Form unter Beweis. Der Trip über den großen Teich wurde zum absoluten Ereignis für die 27jährige Buchhalterin. Im Mannschaftsfinale glückte mit Bronze der erhoffte Medaillengewinn, in der Vorrunde schoss die Könitzerin über 30m mit 360 Ringen „voll Haus“, traf dabei 16x das „X“ und konnte den neuen Europarekord ihr Eigen nennen. Im Einzelwettbewerb schied Andrea in der zweiten Runde aus. „Trotz guten Schiessgefühls landeten zwei Pfeile links in der 6 und 7 und ich kann nicht sagen, warum. Das hat mich schon geärgert, das Viertelfinale war drin.“ Zum Ärgern blieb nicht viel Zeit, denn der Teamwettbewerb wartete. Nach Siegen gegen Dänemark und Holland verlor das deutsche Trio im Central Park im Halbfinale gegen Frankreich. „Wir waren nicht mehr so locker. Irgendwie war im Kopf drin, dass es um die Medaillen geht.“ Im Bronzefinale wurde dann Norwegen aber deutlich besiegt. „Gefeiert werden konnte trotzdem noch lange nicht. Ich wurde zum ersten Mal zur Dopingkontrolle bestimmt und hatte eine Stunde Zeit für die Probe. Die Kontrolleure wichen einem nicht von der Seite und es dauerte eine Weile.“ Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres 2003 kam niemand an der Könitzer WM-Medaillengewinnerin vorbei. (Bild 22)

Bild 22
2004 - Mannschaftsfoto

Der Tipp von Sportfreunden aus dem Nationalteam und auch der gerade günstige Dollarkurs brachte Andrea Anfang 2004 nochmals nach Amerika. Das weltgrößte Hallenturnier in Las Vegas mit 1550 Teilnehmern war ein Bogensport-Erlebnis in völlig anderer Dimension. Die Form war in jenem Jahr noch besser: Nach mehreren Viertelfinal-Platzierungen kam Andrea beim Grand Prix-Turnier in Rovereto (Italien) bis in das Finale und qualifizierte sich beim Ranglistenturnier in Böddiger auch für die Europameisterschaft. In Brüssel belegte sie Rang 5 im Einzel, holte Bronze mit der Mannschaft und verbesserte beim Gemeindepokal den Deutschen Rekord auf 1384 Ringe. Auch bei der Meisterschaft des Schützenbundes klappte es mit Edelmetall: Bronze in brandenburgischen Lindow. Der Erfolg strahlte nun auch über die Kreisgrenze hinaus: Rang 5 bei der Wahl zur „Thüringer Sportlerin des Jahres“. Die Turnierpause nach dem Superjahr 2004 hatte dann einen ‚freudigen‘ Grund…

Die Jahre vergehen … Das 45jährige Vereinsjubiläum wurde mit einem – dem Anlass entsprechenden - Turnier über genau 45 Meter begangen. Viel Zeit wurde investiert, um ehemalige Aktive aufzuspüren und für ein Wiedersehen zu gewinnen. Die Resonanz war groß und der Ehrgeiz auch nach Jahrzehnten Pause schnell erwacht. „Wie sollen wir denn mit so leichten Bögen hinkommen, da haben wir ja überhaupt keine Chance“, meinte z.B. die Damenmannschaft der 60er mit Monika Ludwig, Doris Weihe und Bärbel Lingner. 80 Teilnehmer zählte die Startliste. Jürgen Todtenhöfer, der zum Jubiläum auch eine Kostprobe seiner außergewöhnlichen Bogensportsammlung ausstellte - ließ in seiner Festrede die 45 Jahre Revue passieren und hatte für jede Epoche eine kleine Anekdote parat – wer könnte die besser erzählen als er. (Bild 23)

Bild 23
2005 – Turnier zum 45-jährigen Bestehen

„Zurück zu den Wurzeln“ konnte man über das Jahr 2006 schreiben. Bei der zweiten in der Sportschule Bad Blankenburg ausgerichteten Hallen-DM firmierten die Könitzer unter dem neuem – alten – Vereinsnamen SV Stahl Unterwellenborn. „Die Effekte, die wir uns als BSV Könitz und Aushängeschild für den Ort versprochen hatten, sind nicht eingetreten. Wir sind Leistungsstützpunkt in unserer Sportart und brauchen dafür starke Partner.“ Organisatorisch und auch sportlich war die DM ein optimaler Einstand in den Stammverein. Besonders glänzte die Medaille von Andrea Weihe, denn die Silberplakette im Einzel nach ihrer Babypause wurde mit Deutschem Rekord von 583 Ringen in der Vorrunde garniert.

Maria Dietrich wurde an das Sportgymnasium, wo Bogenschiessen zur Freude der Thüringer Bogengemeinde integriert wurde, delegiert und gewann Gold bei der DBSV-DM in Celle. Peter Fischer belegte beim EAA-Europacup-Turnier im österreichischen Moosburg den ersten Platz.

Die wichtigste Entscheidung für den Verein fiel jedoch nicht auf dem Sportplatz oder im Wald, sondern am Bürotisch: Für das alte Vereinsgebäude konnte mit der Gemeinde ein langjähriger Pachtvertrag abgeschlossen werden, so dass dort bauliche Maßnahmen begonnen werden konnten. Eine schöne Tradition wurde 2006 auch noch geboren: Zum Reformationstag wird fortan eine Wanderung durch die heimatliche Umgebung angeboten.


Auf Rang 4 beendete der SV Stahl die 18m-Regionalliga-Saison 2006/07 der Staffel Ost. Zum „Abhärten“ durch den Finalmodus war die Serie eigentlich für die Nachwuchsschützen des Vereins gedacht. Die standen durch Lehre, Studium oder andere Verpflichtungen aber nur bedingt zur Verfügung, so dass bei Turnieren in Rostock, Berlin, Hennigsdorf und Bad Blankenburg die erfahrenen Schützen die Kastanien aus dem Feuer holen mussten.


Vereinsheim im neuen Gewand

Mit einem „Tag der offenen Tür“ weihte der Verein das in 750 Arbeitsstunden sanierte Vereinsgebäude ein. Unter Anleitung und Planung von Steffen Pfeifer wurde das gesamte Gebäude entkernt, eine neue Zwischendecke eingezogen, eine Küche eingebaut und ein separater Materialraum abgeteilt. Endlich hatte der Verein wieder eine Heimat. Ab diesem Zeitpunkt kam das Vereinsleben auch wieder richtig in Gang, traf man sich öfters freitags zum „Stammtisch“ und wurden die Eltern der jungen Schützen besser in das Vereinsgeschehen integriert. (Bild 24)




Bild 24

2007 – Umbau Sportlerheim unter Leitung von Steffen Pfeifer

Ganz im Zeichen der WM 2007 in Leipzig stand der 26. Gemeindepokal, bei dem sich einige deutsche und auch bhutanische (bereiten sich in Jena auf die WM vor) Nationalkaderschützen für die WM-Qualifikation einschossen. Andrea Weihe sicherte sich durch Siege bei beiden Ranglistenturnieren und auch bei der WM-Qualifikation selbst die Teilnahme an der WM im eigenen Land. Die Chance, solch ein Großereignis aus nächster Nähe nicht nur zu betrachten, sondern auch mitzuwirken, ließen sich einige Könitzer Sportfreunde wie Gabi und Bernhard Möslein sowie Anke Meckel nicht entgehen und nahmen als Volunteer teil. (Bild 25)

Bild 25
2007 – Bogensportanlage zum Gemeindepokal

Die perfekt organisierte Heim-WM wurde sportlich für die deutsche Recurve-Mannschaft, mit dem Druck der Quotenplätze für Peking, zum Desaster. Im Rahmen der Erwartungen blieben die Compounder. Andrea wurde 27. und ihre Damenmannschaft erzielte auf dem sechsten Rang noch das beste deutsche WM-Resultat. Aber auch Andrea verspürte besonderen Druck: „Es ist schon ein riesiger Unterschied, ob du irgendwo auf einem fremden Platz stehst, wo dich keiner kennt oder ob dir viele Zuschauer und eine Fangemeinde mit der Familie dazu die Daumen drückt“, so Andrea nach der WM.

Nach Gold bei der Hallen-DM in Mülheim/Ruhr holte sich Andrea Weihe auch die  Goldmedaille bei der Freiluft-DM in Olching. Mit den Vorrunden-Resultaten gewannen Andrea, Bianca Pfeifer und Erika Rakel auch Gold in der Mannschaftswertung.
(Bild 26)
             

Bild 26
2007 – Deutscher Mannschaftsmeister: Erika Rakel,
   Bianca Pfeifer, Andrea Weihe
                         

Moosburg blieb für Peter Fischer ein gutes Pflaster. Der 55jährige Forstarbeiter kam bei der EAA-Europameisterschaft in der Altersklasse Masters auf Rang 2. Das Rasselbockturnier erreichte mit 130 Startern die Kapazitätsgrenze, so dass der Verein in den folgenden Jahren eine zweite Schleife in den Parcours einbaute.   (Bild 27)

Bild 27
2007 – Frank Hauschild mit dem Langbogen im Buchholz

Bild 28
2008 – Andrea Weihe bei der Europameisterschaft in Vittel


Toller Erfolg für die Compound-Herren: Bei den Hallen-DM 2008 in Hanau gewannen Steffen Pfeifer, Bernd Dietzel und Lutz Burghardt Bronze. Nach langer Zeit – zuletzt 1997 – holte Könitz mal wieder den Thüringenpokal aus Jena saaleaufwärts. Der 1. Weltcup der neuen Saison führte Andrea Weihe in die Karibik nach Santo Domingo und auf Rang 13. Bei der Europameisterschaft in Vittel (Frankreich) gewann das deutsche Team Bronze, im Einzelwettbewerb schied Andrea Weihe in der zweiten Runde aus. Bei der DM in Hohenhameln verteidigten sowohl Andrea im Einzel als auch die Mannschaft ihren Titel aus dem Vorjahr. (Bild 28)

Im Nachwuchsbereich machte Markus Wachsmuth von sich reden. Könitz hatte einen dritten WM-Teilnehmer: Überraschend, weil mit enormen Leistungssprüngen verbunden, qualifizierte sich der 16jährige für die Junioren-WM in Manavgat (Türkei) und schrammte dort mit dem Team auf Rang 4 nur knapp an einer Medaille vorbei. Im Einzel kam Wachsmuth als bester Deutscher bis in das Viertelfinale und auf Rang 8. Lohn des Erfolges: Aufnahme in die Förderung der Thüringer Sporthilfe.
Bei der Hallen-WM 2009 im polnischen Rzeszow verloren die deutschen Junioren mit Wachsmuth erneut das Bronzeduell – und wieder gegen Italien. Ein halbes Jahr nach dem Freilufttitel gewannen Bianca Pfeifer, Andrea Weihe und Erika Rakel bei der DM in Nordhausen auch Gold in der Halle. Sagenhafter Freiluft-Auftakt für Andrea Weihe: Rang 3 beim Weltcup in Porec (Kroatien) und Verbesserung des Deutschen Rekordes in der Vorrunde auf 1387 Ringe. Bei der WM in Ulsan (Südkorea), ihrer nunmehr dritten, schied Andrea im 1/32-Finale aus. Bei der DM in Tacherting wurde Andrea Dritte, die Mannschaft mit Weihe, Bianca Pfeifer und Ramona Rentsch verteidigte ihren Titel. Die Nachwuchsmannschaft mit Jonas Kraßnitzer, Marie-Luise Gruner und Julian Rößler sicherte sich in Salzwedel den DBSV-Mannschaftsmeistertitel und erhielt dafür einen riesigen Pokal. (Bild 29/30/31)

Und das Rasselbock-Turnier Anfang Oktober zählte nun schon 180 Teilnehmer!


Bild 29
2009 – Andrea Weihe bei der WM in
            Ulsan (Korea)

Bild 30
2009 – Medaillengewinner: Erika Rakel, Andrea Weihe,
            Bianca Pfeifer, Ramona Wagner

Bild 31
2009 – Die Nachwuchsmannschaft
            wird in Salzwedel
            DBSV-Meister

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