10. Rasselbockturnier - Bogensport in Könitz

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10. Rasselbockturnier

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Rasselbockturnier bei Könitz wieder voller Erfolg / 181 Starter
(OTZ/-BM-)

Über tolles Wetter und einen gelungenen Wettkampf konnte sich ein rundherum zufriedener Ausrichter SV Stahl Unterwellenborn nach dem 10. Rasselbockturnier im Buchholz bei Könitz freuen. 181 Bogenschützen nahmen an der eigentlich 18. Auflage des Wettbewerbs auf dreidimensionale Tiernachbildungen aus Schaumstoff teil, denn erst 2002 wurde die prägende Bezeichnung mit der Sagenfigur aus der Taufe gehoben. "Angefangen haben wir mit nicht einmal 30 Schützen. Es dauert, bis sich ein gutes Turniers herumspricht, da braucht man einen langen Atem", freute sich Abteilungsleiter Jürgen Todtenhöfer über den anhaltend hohen Zuspruch. Seit ein paar Jahren liegt die Teilnehmerzahl - dem nationalen Trend für 3-D-Turniere folgend - stabil um die 180.

Die Ziele waren gut gestellt

Unsere Gäste waren zufrieden!

Die Bogenjäger, die vor allem aus Thüringen, Franken, Sachsen und Sachsen-Anhalt  angereist waren, hatten einen rund 4 km langen, in einer großen Acht angelegten Kurs zu bewältigen. Hartmut Kamm von der Insel Sylt war schon traditionell der Starter mit der weitesten Anreise. Der Compoundbogenschütze verband wieder einen privaten Termin mit einem Start im Buchholz und "möchte wiederkommen, so lange es irgend geht." Bemerkenswert die hohen Starterzahlen mit den traditionellen Bogenarten ohne Visier. Mit der Kombination aus Sport und Natur sind aber offensichtlich auch Frauen zu begeistern: 15 Starterinnen mit dem Jagdbogen bildeten eine Konkurrenz, von der die FITA-Schützen auf dem Sportplatz nur mehr träumen können.

Beim Aufbau des Kurses brachten vor allem Peter Fischer und Frank Hauschild ihre Erfahrungen von vielen Feldturnieren ein. Sie achteten darauf, jagdlich anmutende Ziele auszupflocken. Die Nachbildungen sollten nicht zu schwierig zu treffen sein, aber schon für eine Differenzierung im Feld sorgen. Nach dem Aufbau des Kurses ging Fischer den gesamten Parcours nochmals ab und testete mit seinem Bogen alle Abschusspflöcke aus. Die Entfernungen von den Pflöcken zum Ziel hatte er mit einem Lasermessgerät überprüft, "damit wir in den durch die Wettkampfordnung vorgegebenen Distanzen bleiben."

Wie im vergangenen Jahr hatten sich die Könitzer wieder eine besondere Scheibe einfallen lassen. Jürgen Todtenhöfer hatte eine Art laufender Keiler konstruiert - eine Sau, die auf einer 6m-Bahn auf Kommando losrollte und in wenigen Sekunden mit nur einem Pfeil zu treffen war. Ansonsten wurde nach der sog. skandinavischen Wertung geschossen: Drei Pfeile sind pro Stand möglich, mit dem ersten treffenden Pfeil ist aber das Schießen beendet. Trifft erst der zweite oder dritte Pfeil, gibt es weniger Punkte. Die Entfernungen zum Ziel sind für Bogenarten und -klassen verschieden, es gibt einen weißen, blauen und roten Pflock.

Die Turnierorganisation, dessen Anmeldung mittlerweile fast ausschließlich online über die von Frank Dietrich betreute Abteilungsseite ablief, lag in den Händen von Bianca Pfeifer. Die freute sich über disziplinierte Starter: "Um 9.00 Uhr waren alle Anmeldungen durch, so dass wir pünktlich um 10.00 Uhr im Buchholz anfangen konnten." Über 20 Helfer waren den Sonntag über für die Betreuung des Parcours und die Verpflegung der Schützen notwendig. Klar, dass da nicht jeder Einheimische mitschiessen konnte. Einen sportlichen Erfolg gab es für den Ausrichter SV Stahl am Ende dennoch: Patrick Pfeifer gewann die U14 Recurvebogen mit 403 Punkten, schoss dabei 18x in das sog. "Kill" und damit 7x mehr als der punktgleiche Tom Kopacka aus Glauchau. Der Jugendliche Toni Möbius startete in der mit 45 Teilnehmern besetzten Herrenklasse und belegte dort mit dem Jagdbogen und 359 Punkten dennoch den 15. Rang.

Patric gewinnt in seiner Altersklasse

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